Konzeption Integratives Kinderhaus Knirpsenhausen

Vorwort

Unser Kinderhaus öffnete im September 1987 in Dresden- Klotzsche (am Rande der Dresdner Heide) als kommunale Einrichtung der Stadt Dresden.

Seit Juli 1999 befindet sich unserer Integratives Kinderhaus in Freier Trägerschaft beim:


Freien Musikverein Paukenschlag e.V.
Sagarder Weg 3
01109 Dresden

 

Freier Musikverein Paukenschlag e.V. als Träger von Kindertagesstätten

Sinn und Zweck dieser Verknüpfung

Das Nachdenken darüber, ob ein Musikverein/eine Musikschule Vorschuleinrichtungen führen könnte bzw. sollte, kommt spätestens bei der näheren Betrachtung von allgemeinbildenden Schulen, die ihr Profil und ihre Struktur auf die besondere Förderung musikalischer Ausbildung ausgerichtet haben. Dies ist in Dresden und in einigen anderen Großstädten Deutschlands augenfällig, wenn man an die den Musikhochschulen angeschlossenen Spezialschulen für Musik und die mit Knabenchören verbundenen Gymnasien denkt. Die Spezialschulen verfolgen das Ziel, die allgemeinbildende Vorbereitung auf ein Hochschulstudium mit einer speziellen musikalischen Ausbildung zu verbinden, um die Voraussetzungen für das Studium an einer Musikhochschule zu schaffen, ohne ein anderes Studium auszuschließen. Das Angebot trifft allerdings nur für Kinder und Jugendliche ab mittlerem Schulalter zu.
Seltener gibt es dieses Schulmodell in Deutschland für Kinder der Klassenstufen 1 – 4. Ein gutes Beispiel dafür findet man in Leipzig an der Clara Schumann Grundschule. Es handelt sich um eine Privatschule, die auf Initiative von Erziehungswissenschaftlern gegründet wurde. Daraus ist ohne nähere Kenntnis der Motivation ihrer Gründer zu schließen, dass es sinnvoll ist, die allgemeinbildende Entwicklung von Kindern mit musikalisch-künstlerischer Ausbildung schon im frühen Schulalter zu verbinden.
Warum sollte es in der Konsequenz nicht gut sein, damit noch früher zu beginnen, zumal die allgemeine musikalische Lernfähigkeit (Rhythmus, Klang- und Melodieempfinden, Harmonik) sich in einem ähnlichen Zeitfenster wie die Sprache entwickelt, nämlich im Vorschulalter. Leider ist die Erkenntnis zwar bei Fachleuten vorhanden, bleibt aber in der Theorie stecken und erfährt keine praktische Umsetzung. Der Freie Musikverein Paukenschlag e.V. war und ist deshalb von der Sinnhaftigkeit seines Tuns überzeugt und wurde in den inzwischen 20 Jahren seiner Trägerschaft stets darin bestärkt, auf dem richtigen Weg zu sein, Kindertagesstätten zu führen


Allgemeine Umsetzung des musikalisch-künstlerischen Profils in den Vorschuleinrichtungen

• Die Atmosphäre in den Einrichtungen vermittelt den Eindruck, dass die pädagogischen und hauswirtschaftlich-technischen Mitarbeiter und unter deren Anleitung die Kinder ihre Umwelt gestalten. Sie zeugt von Umfang und Wichtigkeit künstlerischen Tuns und phantasiereichen Denkens und Fühlens im Alltag der Kitas. Räume, in denen sich die Kinder treffen, musizieren und für Veranstaltungen verschiedener Art proben können, liegen zentral und sind in den räumlichen Maßen geeignet für künstlerische Aktivitäten der Kinder. In Haus und Garten gibt es für alle Kinder zugängliche Bereiche, die sie selbst gestalten und in denen sie Sinneseindrücke wahrnehmen und erkunden können. Das vorhandene Spielzeug engt die Phantasie der Kinder nicht ein, sondern regt sie heraus.
• Die pädagogischen MitarbeiterInnen sehen neben der notwendigen Aufsicht ihre Hauptaufgabe in der Anregung und der Hilfe zum eigenen Tun der Kinder, helfen ihnen aber auch dabei, die Welt und deren kulturelle Werte kennenzulernen. Der Umgang mit Medien wird nicht vernachlässigt, wird aber zugunsten eigener Aktivitäten eingeschränkt. Unabhängig von kulturellen Aktivitäten und Ansprüchen im häuslichen sozialen Umfeld der Kinder wird bewusst das Kennenlernen historischer und moderner Kunst gepflegt. Dazu gehören neben Besuchen von Museen und architektonischen Bauwerken der Stadt Dresden das tägliche Singen, Tanzen, Musizieren, Rezitieren und Spielen in der Kindertagesstätte.


Musikalische Früherziehung in der Kindertagesstätte in unmittelbarer Zusammenarbeit mit dem Träger

• Die musikalische Früherziehung steht allen Kindern zur Verfügung und ist neben der Sprachförderung bzw. im Zusammenhang mit ihr ein „Hauptfach“. Damit die mit der musikalischen Betreuung durch ausgebildete Musikpädagogen verbundenen Kosten, getragen werden können, wird zusammen mit Abschluss des standardmäßigen Betreuungsvertrages eine zusätzliche Vereinbarung für MFE (Musikalische Früherziehung) und teil/zeitweise muttersprachliches Englisch mit den Eltern getroffen. Die zu zahlende monatliche Gebühr für die Betreuung des Kindes in den Einrichtungen erhöht sich dadurch um einen geringen Betrag.
• Die zentrale Idee der musikalischen Früherziehung innerhalb des musischen Profiles ist es, dass die musikpädagogische Fachkraft nicht nur einmal wöchentlich und allein mit ausgewählten Kindern singt und musiziert, bestenfalls für Eltern und ErzieherIn-nen die gelernten Lieder aushängt, sondern dass sie sich als ImpulsgeberIn und AnleiterIn für die tägliche musikalische Beschäftigung in der Kita versteht. Die Voraussetzung dafür ist die Teilnahme mindestens einer/s Gruppenerzieherin/s am „Unterricht“.
• Hinzu kommt die direkte Zusammenarbeit außerhalb der MFE in Auswertungs- bzw. Plangesprächen zwischen der musikpädagogischen Fachkraft und dem Erzieherteam.
• Der Träger legt aber auch Wert darauf, die Fachkompetenz einzelner, besonders interessierter ErzieherInnen durch entsprechende Weiterbildungen an Musikinstituten innerhalb Deutschlands (z.B. Orff-Institut, Musikakademien) zu stärken und zu fördern.
• Neben der allgemeinen MFE führen die Einrichtungen temporäre musikalische Projekte durch, bereiten musikalische Aufführungen innerhalb und außerhalb der Kita vor, die geeignet sind, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken und Verhaltensregeln zu lernen.
• Der Musikverein beschäftigt seit kurzer Zeit eine Mitarbeiterin, die neben ihrer Arbeit als Musikpädagogin für die Organisation von kleinen Vorspielen in den Kitas zuständig sein wird, in denen Schüler der Musikschule ihr Instrument und Können vorstellen
• Schließlich wird Tanz für Kinder ab 4 – 5 Jahren, angeleitet durch Tanzpädagogen angeboten.
• Die Einrichtungen verfügen über ein breites Spektrum an orffschen Instrumenten, mit dem gemeinschaftliches Musizieren zu einem frühen Zeitpunkt stattfinden und geübt werden kann.

Leitgedanken des Trägers

und Motivation für die Arbeit der Kindertagesstätten des Freien Musikvereins Paukenschlag e.V.

Der Freie Musikverein Paukenschlag e.V. verbindet künstlerische Bildung für Kinder und Jugendliche mit deren allgemeiner Förderung, indem er künstlerische Tätigkeiten als Medium zur Persönlichkeitserziehung benutzt. Die Herausbildung persönlichen Vertrauens in die eigenen kreativen Fähigkeiten auf künstlerischem Gebiet und davon abgeleitet in allen Lebensbereichen ist sein vornehmstes Ziel.

Die Betreuung von Kindern im Kleinkind- und Vorschulalter wird in den Kindertagesstätten des Musikvereins als höchst verantwortungsvolle Aufgabe betrachtet, die über den Auftrag zur Erbringung einer Dienstleistung für Eltern oder andere Sorgeberechtigte hinausgeht.

Die MitarbeiterInnen sind sich bewusst, dass ihre Arbeit und ihr Verhalten eine wichtige Rolle in der frühkindlichen Entwicklung der ihnen anvertrauten Kinder spielen.

Drei Leitbilder prägen ihr Handeln:

Rahmen schaffen zur sozialen Entwicklung

Die Kindertagesstätte ist der erste Ort, an dem sich Kinder in einer sozialen Gruppe außerhalb ihrer Familie bewegen, zurechtfinden und einen Platz erobern müssen.

Sie erfahren, dass ihre Erzieherin-nen ihnen offen und liebevoll be-gegnen, dass sie aber auch selbst dazu beitragen, anfängliche Fremdheit zu überwinden und sich geborgen fühlen.

Hilfe und Anregung geben zum Lernen

Die Kindertagesstätte ist der Ort, an dem die Kinder ihrem Alter ent-sprechend zielgerichtet lernen und eine erweiterte Umwelt neben der familiären entdecken und verste¬hen können.

Sie bewältigen Aufgaben, die Nachdenken, Strategien und Geduld erfordern, aber auch das Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wachsen lassen und die Freude am Lernen fördern.

Partner sein und Mut machen

Die Kindertagesstätte ist natürlich auch der Ort, an dem die Kinder in wachsendem Maße ihre Umgebung kritisch sehen lernen und gestalten können, an dem sie Lieblingsbeschäftigungen finden, an dem sie schöpferisch tätig sind und ihrer Phantasie Raum geben können.

Liebgewordene Rituale und Besonderheiten aus dem familiären Umfeld dürfen sie in die Gruppe tragen.

Profil

Mit Hilfe des situationsorientierten Ansatzes arbeiten wir an der Umsetzung des musischen Profils.

Inhalte aus Kunst und Wissenschaft werden den Kindern vermittelt und näher gebracht. Alle Kinder sollen sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinandersetzen.

Besonders drei Bereiche:

  • Musik
  • Gestaltung
  • Theater

finden dabei Beachtung.

Sie vermitteln

  • Ästhetik,
  • Harmonie,
  • Sinnlichkeit,
  • Kreativität
  • soziales Verhalten

und tragen dazu bei, dass sich unsere Kinder zu kleinen individuellen Persönlichkeiten entfalten können.

Gesetzliche Grundlagen

  • KINDER- UND JUGENDHILFEGESETZ (KJHG)
  • GESETZ ZUR FÖRDERUNG VON KINDERN IN KINDERTAGESEINRICHTUNGEN IM FREISTAAT SACHSEN (SÄKITAG )
  • VERWALTUNGSVORSCHRIFT (SÄKITAG)
  • ELTERNMITWIRKUNGSVERORDNUNG
  • SATZUNG DER LANDESHAUPTSTADT DRESDEN ÜBER DIE ERHEBUNG VON ELTERNBEITRÄGEN ZUR FÖRDERUNG VON KINDERN IN KINDERTAGESEINRICHTUNGEN DER ÖFFENTLICHEN JUGENDHILFE
  • VERORDNUNG DES SÄCHSISCHEN STAATSMINISTERIUMS FÜR SOZIALES ZUR INTEGRATION VON BEHINDERTEN UND VON BEHINDERUNG BEDROHTEN KINDERN IN TAGESEINRICHTUNGEN (SÄCHSINTEGRVO)
  • SÄCHSISCHER BILDUNGSPLAN

Sozialraum

Unsere Kindereinrichtung liegt im Norden Dresdens im Ortsteil Dresden Klotzsche, nahe der Dresdner Heide am Rande eines Wohngebietes.

Die Verkehrsanbindung zur Innenstadt und Umgebung erfolgt durch
S-Bahn
Bus Linie 70
Straßenbahn Linie 7
Autobahn A4
Hauptstraße – Königsbrücker Landstraße
Unsere zu betreuenden Kinder kommen aus der näheren Umgebung Klotzsche, Weixdorf und dem Dresdner Norden.

Die Eltern der Kinder arbeiten unter anderen in den angesiedelten Betrieben und Institutionen von

  • Infineon Technologies Dresden GmbH
  • Elbe Flugzeugwerke GmbH
  • Flughafen Dresden GmbH
  • Verwaltungsberufsgenossenschaft/ Berufsakademie Dresden
  • ZMD/ X- FAB Semiconduktor Foundries AG
  • Saxony Limited Liability Company & Co KG

Bedingung der Einrichtung

Die Einrichtung ist von 06:15 bis 17:15 Uhr geöffnet.

In unserer Einrichtung werden 113 Kinder im Alter von einem Jahr (bei Bedarf auch unter einem Jahr) bis zum Schuleintritt, in zwei Krippengruppen und vier Kindergartengruppen betreut.

In den Krippengruppen können bis zu 16 Kindern und den Kindergartengruppen bis 20 Kinder gemeinsam den Kinderhausalltag erleben, wobei die Gruppenräume je 45 m² Fläche zum Spielen und Lernen bieten.

Der Übergang vom Krippenkind zum Kindergartenkind erfolgt fließend. Eine Erzieherin begleitet die Kindergruppe dann bis zum Schuleintritt. Die Gruppenarbeit erfolgt altersspezifisch.

Achtzehn ausgebildete ErzieherInnen betreuen die Kinder in unserem Haus, wobei eine Erzieherin den Abschluss der heilpädagogischen Zusatzausbildung hat und somit bis zu 3 Integrationskinder begleiten kann.  Eine weitere Mitarbeiterin hat einen Abschluss in Elemntar- und Hortpägagogik.

In unserer eigenen Küche bereitet unsere Köchin täglich ein schmackhaftes Frühstück, Mittagessen und Vesper zu. Dabei sind wir bestrebt, den Kindern eine abwechslungsreiche Vollwertkost anzubieten.

Weiterhin arbeiten in unserer Einrichtung zwei Mitarbeiter für Dienstleistung und ein Hausmeister.

Folgende Funktionsräume stehen für unsere Arbeit mit den Kindern zur Verfügung:

  • Kinderküche
  • Kinderwerkstatt
  • Kreativraum
  • Sport- und Veranstaltungsraum
  • Sinnesraum

Ebenso verfügen wir über ein schönes Außengelände mit weiteren interessanten Spielangeboten.

Drei Spiel-Hochebenen in der Gruppe 2 (1. Etage), Gruppe 4 sowie 6 (2. Etage) bereichern den Alltag in unserer Einrichtung.

Innerhalb der Sommerferien führen wir eine 14tägige Schließzeit in Absprache mit der zweiten Kita- Einrichtung des Trägers in Klotzsche, dem Klotzscher Kinderland, durch.
Brückentage werden ebenfalls in Absprache geregelt.
Zum Jahreswechsel bleiben beide Einrichtungen geschlossen.

Die Aufnahme der Kinder erfolgt durch die Leitung der Einrichtung in Absprache mit den Eltern. Bei Bedarf nehmen wir Kinder ab der 10. Woche auf

Gesundheitliche Betreuung

  • Jugendärztliche Betreuung durch Herrn Dr. Sachse
  • Betreuung durch die Jugendzahnabteilung
  • Tägliches Zähneputzen nach dem Mittagessen
  • Täglicher Aufenthalt im Freien

Tagesablauf

06:15 – 07:30 Uhr Frühdienst
07:30 – 08:00 Uhr Frühstück
08:00 – 11:00 Uhr Spielen, Lernen, Angebote, Aufenthalt im Freien
11:00 – 12:00 Uhr Mittagessen, Vorbereitung zum Mittagsschlaf
12:00 – 14:00 Uhr Ruhephase, Vorschulgruppe entsprechend der Angebote am Vormittag
14:00 – 14:30 Uhr Vorbereitung zum Vesper, Vesper
14:30 – 16:00 Uhr Spiel, Aufenthalt im Freien, Interessengemeinschaften
16:00 – 17:15 Uhr Spätdienst

 

Konstruktivitismus und das neue Bild vom Kind

Der Konstruktivismus beschreibt sowohl ein neues Bild vom Kind als auch vom Erzieher. Er geht davon aus, dass die Entwicklung eines Kindes erfolgt, indem sich das Kind sein erworbenes Wissen über die Welt selbst zusammensetzt. Die Welt ist damit nichts objektiv Vorgegebenes, was sich durch Nachahmung angeeignet werden muss, sondern etwas individuell Erlebtes und nach eigenen Schwerpunkten Zusammengesetztes. In diesem Prozess spielen verschiedene Bedingungen eine Rolle, zum Beispiel die anlagebedingte biologische Ausstattung und die Umwelt, in die ein Kind hineingeboren wird. Zudem bieten die in der Gesellschaft vorherrschenden Regeln und Normen den Kindern einen sozialen Handlungsspielraum. Auch die Erwachsenen, die mit dem Kind soziale Bindungen eingehen, unterstützen die Konstruktionsmöglichkeiten. Dabei ist es von besonderer Wichtigkeit, dass diese nicht eingeengt oder unterbunden werden, sodass das Kind sich frei seiner Umwelt zuwenden kann. Das Kind ist Akteur seiner selbst. Es benötigt somit Gelegenheit, mit allem, was die Kultur und das Zusammenleben ausmacht in Berührung zu kommen, um sich sein eigenes Bild von der Welt zu konstruieren und sich im Kontakt mit anderen Menschen vergleichen zu können.

Die Erkenntnisse des Konstruktivismus haben auch ein neues Bild des Erziehers geprägt. Er ist somit ein Begleiter der Kinder, der eine entwicklungsfördernde Lernumgebung schafft. Er geht offen und flexibel auf die individuellen Lebensgeschichten der Kinder ein und begleitet sie mit einer vertrauensvollen und wertschätzenden Haltung, sodass das Kind seine eigenen Absichten und Zielsetzungen handelnd umsetzen kann. Dabei ist ein intensiver Austausch mit allen an der Erziehung beteiligten Personen von Bedeutung, da sie es sind, die das Kind am genauesten beschreiben können.

Zudem hat der Erzieher die Aufgabe, die Kinder innerhalb des Gruppengeschehens genau und zielgerichtet zu beobachten, um deren Bedürfnisse, Interessen und Themen zu erkennen und handelnd mit den Kindern umsetzen zu können.

Situationsansatz

Im Situationsansatz werden alltägliche Situationen und Themen aufgegriffen - sogenannte "Schlüsselsituationen" -, die in sich das Potential bergen, auf exemplarische und verdichtete Weise Kinder auf ihr zukünftiges Leben vorzubereiten. Darüber hinaus wird der Alltag in und um die Kindertagesstätte mit seinen Möglichkeiten genutzt und das Lernen in "realen Situationen" ermöglicht. Wichtig ist dabei, dass die pädagogischen Fachkräfte die Lernmotivation der Kinder aufgreift und unterstützt sowie die Themen gemeinsam mit den Kindern ermittelt. Die Kinder haben bei der Planung und Gestaltung des pädagogischen Programms ein nicht unerhebliches Mitspracherecht.

Erkenntisse aus der Hirnforschung

Die Ergebnisse der Hirnforschung haben die Erkenntnis hervorgebracht, dass es keine isolierten Funktionen und Kompetenzen gibt. Wahrnehmen und Fühlen, Denken, soziales Verhalten und Sprechen, Phantasie und Kreativität sind komplexe Fähigkeiten, deren Förderung die Beachtung eben dieser Komplexität zwingend voraussetzt.

Sie sind vielfältig zusammengesetzt und diese Zusammensetzung kann sich ändern. Das heißt die gleiche Leistung kann auf unterschiedlichen Wegen entstehen. Diese komplex zusammengesetzten Fähigkeiten eines Menschen sind jedoch nicht von Geburt an vorhanden. Sie werden erst im Laufe der Entwicklung ausgebildet und nicht unwesentlich durch Anregungen aus dem Umfeld mitbestimmt. Um Kompetenzen fördern zu können, bedarf es somit Situationen, in denen Fähigkeiten und Können von Kindern unterschiedlich herausgefordert werden, damit sich vernetzte Denkstrukturen entwickeln können.

Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie

Die Entwicklungspsychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie, die sich mit dem gesamten Verlauf der Entwicklung eines Kindes bis zum Erwachsensein befasst.

Für die vom Kind zu erlernenden Fähigkeiten der Motorik, der Sprache, des Denkens sowie des Sozialverhaltens werden dabei Erklärungsansätze entwickelt und die Stufen zeitlicher Abfolgen der Lernfortschritte in diesen Bereichen beschrieben.

Für die Entwicklung des Sozialverhaltens wäre z.B. festzuhalten, dass ein etwa sechs Monate altes Kind nahezu alle Menschen anlacht, von denen es freundlich angeschaut wird. Lächelt das Kind nicht, ist eine Entwicklungsverzögerung zu vermuten. Dabei gibt es aber weitgefasste Toleranzbereiche, um nicht zu schnell eine möglicherweise falsche Diagnose zu treffen. Mit diesem Wissen hat der Erzieher also ein Diagnoseinstrument in der Hand, um Entwicklungsstörungen zeitig festzustellen und dann reagieren zu können.

Bildungsbereiche des Sächsischen Bildungsplanes

Der Bildungs- und Erziehungsauftrag in Kindertageseinrichtungen wird heute durch den

Sächsischen Bildungsplan- EIN LEITFADEN FÜR PÄDAGOGISCHE FACHKRÄFTE IN KRIPPEN, KINDERGÄRTEN UND HORTEN SOWIE FÜR KINDERTAGESPFLEGE geregelt.

Wir betreuen, erziehen und bilden familienbegleitend unsere Kinder bis zum Schuleintritt.

Grundlagen des Bildungsplanes

Aussagen zum Bildungsverständnis

  • Bildung ist Selbstbildung in sozialen Kontexten
  • Erzieher/-innen als Bezugspersonen, Begleiter und Unterstützer von Lernprozessen

Spiel und Lernen als soziale Prozesse

  • Spielen bedeutet für das Kind Lebensbewältigung
  • Es gibt keine Trennung zwischen Spiel und Lernen, da die Aneignung von Wissen in Spielhandlungen erfolgt
  • Das Lernen muss für die Kinder einen persönlichen Sinn ergeben
  • Durch das Spiel und Lernen erkundet, erforscht und erprobt das Kind seine Umwelt und erhält ein eigenes Bild von seiner Welt

Bildungsbereiche

Die Bildungsbereiche bilden jeweils eine in sich geschlossene Einheit, aber stehen zu gleich miteinander in Verbindung und sind nicht losgelöst voneinander zu betrachten.

Somatische Bildung (Leitbegriff: Wohlbefinden)

Inhalte:

Gesundheit

  • Gesundheitsförderung (Kinder für ihren Körper und seine Bedürfnisse zu sensibilisieren)
  • Schaffung einer Atmosphäre, die Geborgenheit, Zuwendung und Angenommensein vermittelt
  • Umsetzung von Gesundheitsmaßnahmen zu Ernährung, Mundgesundheit, Förderung der Lebenskompetenzen und Bewegung
  • Tätigkeitsdrang der Kinder nicht mehr als nötig einschränken, dabei Unfallrisiken abwägen

Körper

  • Körperpflege, Hygiene, Körperhaltung
  • Wissen um das eigene Geschlecht

Bewegung

  • Kinder treten durch Bewegung in Kontakt mit ihrer Umwelt
  • Die Wahrnehmungsfähigkeit des Kindes über Bewegung steigern und leibliche Erfahrungen ermöglichen
  • Körperliche Leistungsfähigkeit steigern und motorischen Fähigkeiten entwickeln
  • Anbieten verschiedener Bewegungsräume (Spielplatz, Garten, Wiese, Wald, genügend Freifläche im Gruppenraum)
  • Regelmäßige Turneinheiten

Zertifizierung „Bewegte Kita“

Zurzeit befinden wir uns in der Zertifizierung zur „Bewegten Kita“

Gemeinsam mit der Unfallkasse Sachsen, der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, allen Eltern und EzieherInnen schaffen wir es, unsere Kinder in Bewegung zu bringen und dabei Mindeststandards einzuhalten.

Soziale Bildung (Leitbegriff: Beteiligung)

Inhalte:

Soziales Lernen

  • Erlernen von sozialen Regeln und Erproben von unterschiedlichen Rollenmustern im Spiel
  • Kennen lernen und Auswerten alltäglicher Rituale (Begrüßung, Verabschiedung, Zu-Bett-Gehen)
  • Kinder lernen, Gefühle und Bedürfnisse anderer wahrzunehmen und darauf einzugehen
  • Kindern Verantwortung übertragen, so dass sie einen positiven Beitrag zur Gemeinschaft leisten können

Differenzerfahrungen

  • Differenzen zwischen Menschen wie das Geschlecht, die Kultur und Fähigkeiten kennen lernen (Literatur, Speisen, Sitten aus fremden Ländern erfahren)
  • Erkunden und Besprechen von Tischsitten, Einschlafritualen oder anderen Familienritualen
  • Kindern daher Selbstvertrauen vermitteln, damit sie offen für neue Erfahrungen sein können sowie Zeit zur Verarbeitung dieser Erlebnisse erfahren

Werte und Weltanschauung

  • Kinder beschäftigen sich schon früh mit Fragen der Sinnfindung und des Weltbildes, diese Fragen zulassen und beantworten

Demokratie

  • Mitspracherecht der Kinder bei Gruppenentscheidungen, Neugestaltungen des Raumes

Kommunikative Bildung (Leitbegriff: Dialog)

Inhalte:

Nonverbale Kommunikation

  • ist Teilbereich der Kommunikation
  • Einsatz von Mimik und Gestik und Erkennung der Bedeutung für die Kommunikation (genaue Beobachtung und Analyse)

Sprache

  • zentrales Bindeglied für den Spracherwerb ist das Spiel
  • Schaffung und Nutzung von kommunikativen Anlässen
  • Bereitstellung von Räumen, die Sprache anregen und Hilfen zu Erweiterung des Wortschatzes anbieten
  • Förderung der Sprachlust, des Mitteilungsbedürfnisses und der Freude an Sprache

Schrift und Medien

  • vertraut machen mit Schriftzeichen und Literatur
  • durch den Umgang mit Literatur erfährt das Kind sachliche Informationen und erweitert durch Fantasie seine Empfindungs- und Erlebniswelt
  • Vorlesen von Geschichten und anschließender Vorlese-Dialog
  • Anschauen von Bilderbüchern
  • Freier Zugang zu Schreibmaterialien und Büchern

Ästhetische Bildung (Leitbegriff: Wahrnehmen)

Inhalte:

Musik

  • Entfaltung der Singfähigkeit, das heißt, Singen begleitet und strukturiert den Tagesablauf der Kinder
  • Erproben von Instrumenten und Einbeziehung von Instrumenten bei improvisierten und geplanten Begleitungen von Liedern
  • Schulung des Gedächtnisses für Tonfolgen, Rhythmen und Texten
  • Hörerziehung – Kinder lernen zuzuhören, dabei kann zur Musik gezeichnet, Bewegungsabfolgen einstudiert oder Selbstgefundene grafische Zeichen aufgeschrieben werden

Tanz und Theater

  • Kinder lernen den eigenen Körper als Ausdrucksmittel zu erfahren
  • Den Kindern wird durch Tanz und Theater Raum gegeben, um ihren Bewegungsdrang zu befriedigen
  • Förderung der Selbstwahrnehmung – Kinder lernen eigene Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken
  • Kinder lernen, eigene Erfahrungen in Selbstgefundenen Gebilden, Szenen festzuhalten und Erlebtes nach außen sichtbar zu machen (Rollenspiele, Puppenspiele)

Bildnerisches Gestalten

  • Selbstständiges Aneignen von Materialien und Gestaltungstechniken
  • Kinder erhalten ein ausreichendes Angebot an natürlichen und vorstrukturierten Materialien (Hölzer, Steine, Sand, Erde, Verpackungsmaterial: Packpapier, Kartons, Eierbehälter)
  • Umgang mit Farben Verstreichen, Tropfen, Fließen, Klecksen…
  • Zeichnen, dazu gehört das Kritzeln, Entstehung von Mustern, Strukturen und Ornamente
  • Drucken
  • Reißen und Schneiden
  • Plastisches Gestalten und Bauen

Naturwissenschaftliche Bildung (Leitbegriff: Entdecken)

Inhalte:

Natur

  • Wahrnehmung und Entdeckung von Dingen in der Natur und Erklärung dieser durch das Aufstellen von Hypothesen und anschließender Überprüfung
  • Umgebung kennen lernen – Erkundungstouren mit Lupen, Papier, Behältern (Waldbesuche, Erkundung des Wohnviertels)
  • Bereitstellung von Materialien zur Beobachtung von Tieren, Pflanzen, Wasser, Licht, Wärme…
  • Anlegen von Beobachtungsbögen zu natürlichen Kreisläufen, zum Wetter, Niederschlag, Sonnenschein…
  • Naturwissenschaftliche Experimente

Ökologie

  • aktiver Umweltschutz durch Einbeziehung der Kinder

Technik

  • Vermittlung und Erlernen von Kenntnissen über Materialien, Wirkungszusammenhängen und Bearbeitungsverfahren
  • Kinder erhalten Möglichkeit den Umgang mit Werkzeugen und anderen technischen Geräten zu erproben
  • Technische Geräte können auseinander und wieder zusammengebaut werden, um Einblicke in Aufbau zu erhalten

Mathematische Bildung (Leitbegriff: Ordnen)

Inhalte:

Entdecken von Regelmäßigkeiten und Entwicklung eines Zahlenverständnisses

  • im Tagesablauf und Alltag den Sinn von Zahlen begreifen
  • mathematische Exkursionen (in Einrichtung, Wald, Garten)
  • Muster abzeichnen, fotografieren, beschreiben und vergleichen
  • Abzählreime
  • Rätsel und Denkspiele
  • Zahlengeschichten/Fantasiereisen ins Zahlenland

Messen, Wiegen und Vergleichen

  • Sortieren und Ordnen, viel und wenig, Paare und Gegensätze, Umschütten, Umgießen, Messen
  • Uhrzeit als Zeitmesser
  • Umgang mit Werkzeugen wie Wasserwaage, Winkelmesser, Lineal

Vorstellung über Geometrie

  • Geometrische Musterstempel
  • Formen legen, Formen würfeln
  • Geometrische Bodenbilder
  • Dreiecke zum Balancieren
  • Ertasten von Formen und Körpern

Kontext

  • Raumgestaltung (erkund- und bespielbare Gestaltung, Anreize zum gemeinsamen Spiel, Angebot von Rückzugsmöglichkeiten, zentrale und mobile Aufbewahrung von Materialien…)
  • Wahrnehmung, Beobachtung, Dokumentation (regelmäßige Beobachtung der Interessen der Kinder, um Angebote darauf abzustimmen, Einzelbeobachtungen der Kinder, um gezielte und aussagekräftige Elterngespräche zu führen)
  • Regelmäßige Rückmeldung über die Entwicklung der Kinder, das heißt, tägliches Lernen der Kinder wird transparent.
  • Umsetzung von Projekten (fortlaufende Dokumentation, wie werden Themen gerade bearbeitet)
  • Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (Berufsgenossenschaft, Logopädie)
  • Kooperation am Übergang zur Grundschule (Besuch einer Unterrichtsstunde, um Einblicke in den Schulalltag zu erhalten)

Das Spiel

Die Haupttätigkeit der Kinder ist das Spiel mit seinen vielfältigen Formen und Inhalten. Die Kinder erwerben dabei die Fähigkeit, Spiele nach eigenen Wünschen zu gestalten und zu organisieren.

Vorstellungen von den Dingen und Vorgängen ihrer Umwelt werden genauer, und sie lernen sich im zunehmenden Maße sich der Sprache zu bedienen, sich zu verständigen und Absichten darzulegen.

Die Kinder treten in mannigfaltige Beziehungen zu anderen Kindern und pflegen freundschaftliche Verhaltensweisen. Dabei halten sie sich an geltende Regeln und Normen.

Folgende Spielarten nutzen die Kinder:

  • Handpuppen und Fingerspiele,
  • Bewegungs-, Kreis- und Singspiele,
  • Rollenspiel,
  • Puppenspiel,
  • Didaktische Spiele,
  • Stegreifspiele und
  • Konstruktionsspiele.

Integration / Inklusion

„Integration ist die Pädagogik, in der alle Kinder in Kooperation miteinander auf ihrem jeweiligen Entwicklungsniveau und mittels ihrer momentanen Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungskompetenzen an und mit einem Gegenstand spielen, Lernen und arbeiten.“

Georg Feuser

Aufgaben:

  • gemeinsame Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern mit und ohne Behinderung
  • Zusammenarbeit von Eltern, Medizinischen Fachkräften und den entsprechenden Behörden
  • Gezielte Hilfe und Förderung laut Förderplan, welcher in Absprache mit den Eltern erstellt wird. Der Förderplan wird auf Grundlage des Entwicklungsberichtes erstellt und beinhaltet Methoden, pädagogische Mittel und therapeutische Maßnahmen
  • Dokumentation der individuellen Entwicklungsabläufe
  • Sorgen für Wohlbefinden und Geborgenheit
  • Besondere Förderung im Tageslauf
  • Mindestens 2 x im Monat Einzelförderung
  • Pädagogisches Handeln mit Blick auf die Weiterentwicklung, um eventuelle Entwicklungsrückstände zu minimieren
  • Eingewöhnungszeit nimmt Bezug auf Art und Schwere der Behinderung und dauert bis eine tragfähige Beziehung entstanden ist
  • Eventuelle Probetage vor Aufnahme des Kindes

Wir schaffen die Möglichkeit, dass sich die Kinder auf altersgemäße Weise mit ihrer Behinderung auseinandersetzen und ein persönliches Selbstbild entwickeln. Das gilt auch für Kinder ohne Behinderung. Sie setzen sich damit auseinander, dass es Behinderung gibt und sie selbst nicht davon betroffen sind.

Beobachtung und Dokumentation

Die BEOBACHTUNG als aufmerksame, planmäßige und zielgerichtete Wahrnehmung ist für uns die Grundlage bei der Einschätzung des aktuellen Entwicklungsstandes und der weiteren Planung unserer pädagogischen Arbeit.

Nutzen verschiedener Formen wie

  • Entwicklungsbögen von Beller und Beller
  • Lerngeschichten
  • Beobachtungsprotokolle

Die DOKUMENTATION ist die Nutzbarmachung von Informationen zur weiteren Verwendung.

Qualitätsmerkmale sind dabei die Vollständigkeit, Übersichtlichkeit, Verständlichkeit, Strukturiertheit, Korrektheit und Nachvollziehbarkeit.

Das Anlegen von Portfolios für jedes Kind beginnt bei uns bereits im Krippenalter.

In diesen Mappen werden bestimmte Produkte ihrer Kinder gesammelt und geordnet, um eine Lernbiographie beziehungsweise die Entwicklung des Lernenden sichtbar zu machen, oder seine Arbeit an einem Projekt zu dokumentieren.

Bildungs- und Lerngeschichten werden im Portfolio eingearbeitet. Es ist die ressourcenorientierte Beobachtung von Lernprozessen und Lernfortschritten verbunden mit dem positiven Blick auf das Kind.

Unser Ziel ist die Anerkennung und Wertschätzung für Kind und Eltern.

Die Herausgabe der Portfolios an Kinder und Eltern erfolgt beim Verlassen der Einrichtung

Bsondere Angebote

Kostenfreie Angebote

  • Vorschule
  • Interessengemeinschaften, Arbeitsgemeinschaften
  • Projekte über einen längeren Zeitraum (siehe Jahresarbeitsplan)
  • Kunstbetrachtung in der Gemäldegalerie
  • Bibliotheksbesuche in der Bibliothek ( Boltenhagener Str. 66)
  • Waldvormittag

Kostenpflichtige Angebote

  • Musikalische Früherziehung, 1x wöchentlich, für alle Kinder ab zwei Jahren innerhalb der Vormittagsgestaltung durch eine Musikpädagogin, der entsprechende Beitrag ist von den Eltern monatlich zu entrichten
  • Tanzen für Kinder ab 4 Jahren
  • Englisch, spielend Lernen ab 3. Lebensjahr durch Begleitung einer MuttersprachlerIn, 1x wöchentlich, im Tageslauf. Die Eltern verpflichten sich, den entsprechenden Beitrag monatlich zu entrichten
  • Schwimmlehrgang für unsere Vorschulkinder
  • Theateranrecht beim Theater der Jungen Generation

Qualitätsentwicklung

Die Qualität ist die Gesamtheit von Eigenschaften und Merkmalen einer Leistung, die sich auf deren Eignung zur Erfüllung gegebener Erfordernisse beziehen.

Auch wir stellen uns den neuen Forschungsergebnissen zur Entwicklung in der frühen Kindheit, wo kleine Kinder bereits Bildungsprozesse durchlaufen.

Durch eine kontinuierliche Reflexion, wachsendes Fachwissen, Selbsterfahrung, Lerninteresse und Engagement können Veränderungen im Sinne der Qualitätsverbesserung erreicht werden.

Der  Nationalen Kriterienkatalog bietet den fachlichen Bezug. Er ist ein Werk, dass länder-, träger- und konzeptionsübergreifend beste Fachpraxis  beschreibt.

Gemeinsam mit dem Träger finden Weiterbildungen zum Qualitätsmanagement statt. In 20 Bereichen unserer Arbeit werden Qualitätsfeststellungen des IST- Zustandes durchgeführt.

Beim Ausfüllen der Checklisten wird uns bewusst, was „ Beste Fachpraxis „ heißt und sehen den derzeitigen Stand der Einrichtung. So können wir nach Wegen suchen, die Defizite zu verbessern, fachliche Gespräche zu führen und Diskussionen finden statt. Durch geeignete Ziele und Methoden können wir den Veränderungsprozess in Gang bringen.

Ein Sieben-Schritte-Verfahren

  • Situationsanalyse
  • Qualitätsprofil der Einrichtung
  • Fachliche Orientierung
  • Diskussion von Veränderungszielen
  • Zielvereinbarungen
  • Planung von Umsetzungsschritten
  • Ergebnissicherung

hilft uns bei der Verwirklichung.

Das Ziel der Qualitätsverbesserung in unserer Kindereinrichtung besteht darin, den Stellenwert der Vorschulpädagogik im Vergleich zu anderen pädagogischen Arbeitsfeldern zu erhöhen, die Kita als Bildungseinrichtung zu profilieren und den Status der ErzieherInnen  neu zu definieren.

Praktikantenbetreuung

  • Wir bereichern unsere pädagogische Arbeit durch die Begleitung und Betreuung von Praktikanten. Gleichzeitig nutzen wir neue Erkenntnisse in unserer täglichen Arbeit
  • Die Zusammenarbeit mit den Auszubildenden Schulen ist dabei unerlässlich. Wir arbeiten mit folgender Schulen:
    • Berufliches Schulzentrum für Gesundheit und Soziales
      Maxim-Gorki-Str. 39
      01127 DD
    • Fachschule für Sozialwesen Private Schule IBB gGmbH
      Könneritzstr. 33
      01067 DD
    • AFBB Akademie für berufliche Bildung gGmbH
      Enderstr. 59
      01277 DD
    • DPFA Gmbh & Co KG Sachsen
      Stauffenbergallee 4
      01099 DD
  • Zurzeit beteiligen wir uns an folgenden Ausbildungen:
    • Im Schulpraktikum
    • Zur Ausbildung zum Sozialassistenten
    • Zur Ausbildung zum Erzieher
  • Die Koordination der Praktika, die Orientierung der Erzieher und die Einweisung der Praktikanten erfolgt durch die PraxisanleiterFrau Mandy Hanko und Frau Steffi Marquardt.
  • Für alle Team-Mitarbeiter steht ein Hefter mit den Ausbildungsplänen für die Arbeit bereit

Feste, Bräuche, Traditionen

Dazu gehören:

1. das Durchführen von Festen zur Jahreszeit und zu Feiertagen,

  • Feste zu bestimmten Themen,
  • Geburtstagsfeiern,
  • Kinderfest mit dem Freien Träger.

2. Kinderfest innerhalb der Einrichtung mit dem Förderverein,

  • Zuckertütenfest für die Schulanfänger
  • Oma-Opa-Tag
  • Mutti-Vati-Tag

Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung

  • Gestaltung eines Info-Blattes für die Eltern, welches aller vier Monate erscheint
  • Ausliegen der Konzeption für Eltern und Interessierte
  • Möglichkeit der Information im Internet unter:
  • Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen:
    • Schwimmhalle Klotzsche
    • und 82. Grundschule ( Kooperationsvereinbarung)
    • Bibliothek Klotzsche
    • Parkhaus
    • Hofladen Weixdorf
    • Kino Schauburg
    • Theater der Jungen Generation (Theateranrecht)
    • Zusammenarbeit mit umliegenden Institutionen (Flughafen Dresden GmbH, Elbe Flugzeugwerke, SLLC&Co KG, ZMD, X-FAB, Infineon Technologies Dresden GmbH, Berufsgenossenschaft)
    • Museumsbesuche und Exkursionen (Kunstbetrachtungen in den Dresdner Kunstsammlungen)
    • Zusammenarbeit mit dem Hauptverband der Berufsgenossenschaften
    • Zusammenarbeit mit sozialpädagogischen Institutionen (Heiderand e.V., Ergotherapie, Logopädie)

Zusammenarbeit mit Eltern und Förderverein

Als familienbegleitende Einrichtung ist uns ein enger Kontakt zu allen Eltern sehr wichtig. Die Eltern wählen eine Elternvertretung, welche regelmäßig mit dem Erzieherteam ins Gespräch kommt. Die aktive Mitarbeit aller Eltern in den Bereichen des Kinderhausalltages wird gewünscht.

Formen der Elternarbeit:

1. vor Aufnahme des Kindes

  • Durchführen eines Aufnahmegesprächs
  • Besuche des Erziehungsberechtigten mit dem Kind zum kennen lernen der Einrichtung#

2. Angebote unter Beteiligung der Eltern und Erzieher

  • Elternabende
  • Gruppenelternabend
  • Erbringung von Eigenleistungen (4 Stunden/pro Jahr)
  • Spiel- und Bastelnachmittage
  • Feste und Feiern

3. Eltern als Miterzieher

  • bei Gruppenaktivitäten
  • Begleitung bei Außenkontakten
  • Einbeziehung bei Veranstaltungen
  • Einbeziehung bei Kindergartenprojekten
  • Hilfe und Unterstützung bei Abwesenheit der Erzieher ( Weiterbildung, Schlafwache)

4. Einzelkontakte

  • Tür und Angelgespräche
  • Terminlich festgesetzte Gespräche
  • Telefonkontakte
  • Beratungsgespräche
  • Vermittlung von Hilfsangeboten
  • Gespräche über Entwicklungsberichte und Förderpläne unserer Integrationskinder

5. informative Angebote

  • Konzeption der Einrichtung
  • Info-Briefe aller 4 Monate
  • Veranstaltungsplan für das ganze Jahr
  • Info und Zeitschriftenauslage
  • Info- Wand
  • Wochenberichte
  • Arbeit mit Medien ( CD, PC, Digitalkamera )

6. Elternvertretung

  • Mitspracherecht und Einbeziehung in Konzeptionsentwicklung
  • Einbeziehung in Vorbereitung der Veranstaltungspläne
  • Einbeziehung in Planung, Vorbereitung und Gestaltung besonderer Aktivitäten und Veranstaltungen

7. Kommunalpolitisches Engagement

  • Eltern als Interessenvertreter der Kinder
  • Eltern als Fürsprecher
  • Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Einrichtung

Elterninitiativen:

  • Feste und Feiern werden gemeinsam mit den Eltern organisiert und durchgeführt.
  • Der am 14.09.2000, von Eltern und Erziehern, gegründete Förderverein unterstützt durch die aktive, intensive und engagierte Mitarbeit die Umsetzung von Projekten mit finanziellen Mitteln und Sponsorensuche.

Weiterbildung

Jede  ErzieherIn sieht es als Pflicht und Bedürfnis an, sich fort- und weiterzubilden und neue Erkenntnisse in der Praxis auszuprobieren und umzusetzen.

Im Rahmen des Projektes „ Bewegte Kita“ nehmen alle Erzieher an der Tages-Fortbildung „Bewegungsförderung und Entspannung in Kindertageseinrichtungen“ mit der Unfallkasse Sachen und der Universität Leipzig teil.

Fort- und Weiterbildungen, organisiert vom Träger oder anderen Instituten, werden von den ErzieherInnen genutzt. Die Erfahrungen aus Weiterbildungen und Literatur werden im Team ausgewertet und für die tägliche Arbeit aufbereitet.

Der Pädagogische Tag ermöglicht dem Erzieherteam, sich mit den Pädagogischen Bereichen des Sächsischen Bildungsplanes intensiv und gezielt auseinanderzusetzen und auszutauschen.

Beteiligungs-und Beschwerdemanagement

Nach Artikel 2 BKiSchG wird es zur Voraussetzung der Erteilung einer Betriebserlaubnis nach SGB VIII, dass neben den räumlichen, fachlichen, wirtschaftlichen und personellen Voraussetzungen für den Betrieb, der Unterstützung der gesellschaftlichen und sprachlichen Integration der Kinder und Jugendlichen durch geeignete Verfahren der Beteiligung sowie die Möglichkeit der Beschwerde in persönlichen Dingen Anwendung findet. Das Team befürwortet in hohem Maße die Regelungen für einen besseren Kinder-und Jugendschutz in Einrichtungen und unterstützt das Ziel, das Wohl von Kindern zu schützen. Die Regelungen zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nach § 30a Bundezentralregistergesetz für alle Mitarbeiter des Trägers Freier Musikverein Paukenschlag e.V. wird bereits seit 2005 umgesetzt.

Schlusswort

Alle Mitarbeiter tragen dazu bei unsere Konzeption mit Leben zu erfüllen. Innerhalb dieser Konzeption bleibt ständig Raum und Möglichkeit zur Veränderung.

Dresden,  September  2017

Frau Klemm
Bereichsleiterin

Frau Hänsel
Leiterin Kinderhaus

Herr Ksiazek
Elternsprecher